HALTUNGSSCHMERZEN SCHONEND BEHANDELN

Die häufigste Ursache für dauerhafte und chronische Schmerzen im Bewegungsapparat liegt in einer schlechten Haltung. Das ist vielen bekannt, doch wann hat man überhaupt eine schlechte Haltung?

Das ist gar nicht so einfach zu definieren, weil unser Körper ein sehr veränderbarer und sich anpassender Organismus ist. Diese Anpassungsfähigkeit ist Fluch und Segen zugleich: Hat sie uns doch in der langen Zeit vom „gegen-Säbelzahntiger-kämpfenden-Höhlenmenschen“ bis heute zum „Soja-Latte-schlürfenden-Bürohengst“ das Leben gesichert, bereitet sie uns heute doch zunehmend Beschwerden. Oftmals spricht man auch von dem S.A.I.D Prinzip (specific adaption to imposed demands), was die spezifische Anpassung an die jeweilige Anforderung meint. Unser Körper passt sich also immer möglichst effizient an die an ihn gestellten Aufgaben an. Hört sich erst einmal gut an – tun und lassen zu können, was man will und der Körper regelt das schon. Aber leider passt er sich an alle Arten von Anforderungen an und kann nicht zwischen gut und schlecht unterscheiden.

In der Vergangenheit musste er oftmals großen körperlichen Belastungen standhalten – wofür der menschliche Körper auch ausgelegt ist – heutzutage müssen nur noch die wenigsten von uns wirklich harte körperliche Arbeit in ihrem Alltag leisten und bewegen sich nur wenig. Der Körper muss folglich mit seinem Muskel- und Fasziensystem vor allem statische und sitzende Haltungen am Schreibtisch, im Auto, der U-Bahn und am Smartphone ausführen. Unser Gehirn prägt sich diese Positionen ein und sorgt dafür, dass die Muskulatur und damit auch das Fasziengewebe fest und stabil werden. Das ist eine Art Schutzspannung unseres Körpers, weil er Knochen und Gelenke durch die erhöhte Stabilität schützen möchte. Diese entstehenden Zugspannungen auf dem gesamten Bewegungsapparat können früher oder später jedoch zu Schmerzen führen. Diese Schmerzen sind vielfältig und können Knie, Schultern, Nacken und Wirbelsäule betreffen.

Schmerzen aufgrund schlechter Haltung: Symptome und Ursachen

Die Ursache vieler Schmerzen ist eine nach vorn gebeugte und flektierte Haltung. Wir müssen erst wieder lernen, uns aufzurichten. Doch wo fängt man am besten an? Für eine möglichst effiziente Herangehensweise drehen wir zunächst mit dem folgenden Trainingsplan an der größten Stellschraube – dem menschlichen Becken. Es ist Dreh- und Angelpunkt für die Ausrichtung der gesamten Wirbelsäule. Bei vielen Menschen ist das Becken nach vorne gekippt, was zu einer Überstreckung der Lendenwirbelsäule führen kann. Oftmals ist das Becken nach hinten gekippt (Hohlkreuz), wenn die stabilisierende Bauchmuskulatur nicht mehr sauber angesteuert werden kann.

Unsere tägliche Haltung vor dem Schreibtisch rundet ebenfalls die Brustwirbelsäule ein, was häufig durch einen deutlich sichtbaren Buckel in Erscheinung tritt. Die Brustwirbelsäule ist unsere nächste große Stellschraube, denn durch das Einrunden der Brustwirbelsäule gleiten auch die Schultern und Schulterblätter nach vorne, was langfristig zu Schulter- und Nackenschmerzen führen kann.

Wenn Nacken- Rücken- und Schultern schmerzen

Hat sich die beschriebene Haltung erst einmal verfestigt, lassen die Schmerzen meist nicht mehr lange auf sich warten. Grundsätzlich ist es wichtig, möglichst viel Bewegung in den Alltag zu integrieren und dem Körper möglichst viele verschiedene Stimuli zu bieten, um die starke Anpassungsfähigkeit nicht zum Problem werden zu lassen, sondern nachhaltig von ihr zu profitieren. Umso, vielseitiger die Bewegungen, umso besser – also nicht nur im Fitnessstudio immer dieselben Übungen machen, sondern auch an der frischen Luft und unterschiedliche Sportarten ausprobieren.

Die Haltung aktiv verbessern

Im ersten Schritt müssen die entstandenen Verfestigungen im Faszien- und Muskelgewebe gelöst, um für eine verbesserte Nährstoffversorgung im überspannten Bereichen zu sorgen. Dafür eignen sich großflächige Übungen mit der BLACKROLL® und gezielte Triggerpunkt-Behandlungen mit den BLACKROLL® Bällen um auch die kleinen Verklebungen aufzubrechen.

Sind diese bewegungseinschränkenden Verklebungen aufgebrochen, wird die Hüfte und die Brustwirbelsäule mobilisiert und vor allem auch wieder mit gezielten Muskelaktivierungen in Position gerückt und stabilisiert.

Eine Haltungskorrektur funktioniert aber nur, wenn die Übungen zum Ritual werden. Es ist nichts anderes als Körperpflege: Das tägliche Zähneputzen machen wir ja auch ganz selbstverständlich. Wir empfehlen das Training mindestens viermal pro Woche durchzuführen.

Für alle Trainer/ Therapeuten, die tiefer in die Haltungs- und Bewegungskorrektur eintauchen möchten, gibt es die BLACKROLL® Correctives Ausbildung, die mit internationalen Experten entwickelt wurde.

Rückenmassage mit der BLACKROLL® STANDARD

AUSFÜHRUNG

Platziere die BLACKROLL® knapp oberhalb von deinem Gesäß. Beuge die Knie und schiebe dich über deine Füße langsam hoch und runter um deinen Rücken bis zur Brustwirbelsäule auszurollen.

DAUER/ANZAHL

30-60 s langsam auf- und abrollen

DURCHGÄNGE

2

HÄUFIGKEIT

3-4 x pro Woche

Massage der Brustmuskulatur mit dem BLACKROLL® BALL 08

AUSFÜHRUNG

Lege dich auf den Bauch und platziere den Ball auf deiner oberen Brustmuskulatur. Suche dir hier einen besonders verspannten Punkt und verharre hier mit kräftigem Druck bis sich der Triggerpunkt langsam löst.

DAUER/ANZAHL

pro Seite 2 Triggerpunkte jeweils 30 s halten

DURCHGÄNGE

2

HÄUFIGKEIT

3-4 x pro Woche

Verwendete BLACKROLL® Produkte im Video

Kaufempfehlung BLACKROLL® Standard
Kaufempfehlung BLACKROLL® Ball 08
Kaufempfehlung BLACKROLL® DUOBALL